Japan

Tee spielt in Japan eine ganz zentrale Rolle, ist er doch über die rituelle Teezeremonie eng mit den religiösen Lehren des Zen, einer Strömung des Buddhismus, verknüpft.

Ein Grundpfeiler dieses Glaubens ist die Meditation und die Überzeugung, dass man durch tausendfache, immer gleiche Wiederholung, sich der angestrebten Perfektion nähern kann.

Die rituelle Teezeremonie mit Matcha-Tee folgt diesem Streben nach Meditation und ...

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Vollkommenheit. Sie stammt ursprünglich aus China, wurde aber im Lauf der Jahrhunderte in Japan immer weiter verfeinert.

Natürlich spielt Tee auch im ganz normalen Leben in Japan eine sehr wichtige Rolle. Für die Japaner ist dabei nicht nur der Geschmack von höchster Bedeutung, sondern auch das schöne Aussehen der Teeblätter. Für einen hochklassigen Tee bezahlen Japaner extrem hohe Preise.

Es gibt sicherlich nicht „die eine“ Teezeremonie, aber es gibt Gemeinsamkeiten, die von fast allen gepflegt werden. Traditionell findet eine Teezeremonie in einem Teehaus im Garten statt, welches bewusst ganz einfach und „bäuerlich“ gehalten und sehr sparsam eingerichtet ist. Nichts soll vom Tee und von der Meditation ablenken.

Nachdem sich die Gäste getroffen und einen ersten einfachen Tee getrunken haben, geht es weiter in eine Art Warteraum, wo sie vom Teemeister empfangen  werden und wo sich alle Mund und Hände mit Wasser reinigen. Durch eine bewusst niedrige Tür erreicht man den Innenraum auf Knien. Während der Zeremonie wird größter Wert auf harmonische und fl ießende, möglichst immer gleich ausgeführte Bewegungen und Handlungen gelegt. Die Kunst ist es, den Matcha perfekt aufzuschlagen. Meist herrscht dabei Schweigen. Erst am Ende fragt einer der Gäste den Meister nach dem Namen des Matcha-Tees.

Grundsätzlich ist alles schlicht und nie überladen. Japaner gönnen sich auch im Alltag genügend Zeit, um Tee zu genießen und zu würdigen. Etwas, das wir uns vielleicht abschauen sollten.

 

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